Zur Komplexität und Differenzierung von Organisationen

Posted by | August 18, 2017 | Allgemein | No Comments

Seit dem Aufkommen des Computers, des Massenspeichers und des Internets haben informatisierte Organisationen neben ihrem Produktions- bzw. Dienstleistungsgeschäft noch mit zusätzlichen Aufgaben zu tun.

Unter Anderem schließen SEO-Agenturen wie auch auf Cloudcomputing spezialisierte Organisationen Funktionslücken der Organisationssysteme. Einen kompetenten Partner für Cloudlösungen haben wir für Sie herausgesucht und können Sie hier finden.

Teils reihen sich die Aufgaben, die sich aus der Informatisierung ergeben eng an das Alltagsgeschäft an bzw. wird oder gar ist ihr Alltagsgeschäft. Zum einen operieren Konditionalorganisationen über eng gefasste Programme. Die Programme sagen, wie welches Problem gelöst werden kann bzw. sollte. Durch Standardisierung der Verfahren wird Kompetenz in der Organisation aufgebaut. Mitarbeiter, die schon länger in der Organisation arbeiten wissen, wie mit welcher Aufgabe umgegangen werden soll und neuen Mitarbeitern wird das Lernen durch Redundanz der Handlungen erleichtert.

Jetzt kann eine Organisation nicht beliebig groß und damit sozusagen beliebig kompetent sein. Organisationsentwicklungen aus den letzten 20-30 Jahren zeigen, dass Großkonzerne früher in andere Produkte eingestiegen sind und diese dann produziert und angeboten haben. Expansionen haben schon immer stattgefunden und werden weiterhin stattfinden. Heute allerdings ein wenig anders als früher. Während früher die Prämisse eher hieß „mehr ist besser“ laufen Organisationen heute stärker über die Logik der funktionalen Differenzierung. Und das bedeutet eben auch, dass sich deutlich stärker auf das Kerngeschäft der einzelnen Organisationen konzentriert wird.

Wenn früher noch ein Gummistiefelhersteller auf einmal Handys produzieren kann, würden heute Überlegungen getätigt, wie man Aufgaben, Projekte oder Problemlösungen in Tochterorganisationen überführt, sie outsourced oder anderen Dienstleister überlässt. Wo früher am liebsten alles unter einem Dach stehen sollte, weil man dachte, dass dies die effizienteste Lösung sei, werden heute überlegte Entscheidungen getroffen, die die Komplexitätsproblematik von Organisationen mitdenken.
Durch die Aufteilung einer Organisation in spezifische Kompetenzbereiche erhöht natürlich eine Organisation ihre Möglichkeiten zur Aufgabenbewältigung. Es bedarf allerlei Formalisierung, Organisierung und Verwaltung damit eine Organisation ab einer gewissen Größe überhaupt funktionieren kann. Entscheidungen müssen getroffen werden und es bedarf der Regeln, wer wie Entscheidungen zu treffen hat.

Nun kann man vermuten, dass es einer Organisation nichts ausmacht, wenn sie immer größer werden würde, denn sie steigere ja durch die Einteilung in Kompetenzbereiche ja nur ihr Komplexitätsbewältigungspotential. Allerdings hängt die Größe, Komplexität und damit der Differenziertheit einer Organisation auch immer mit Strukturausbildungen zusammen, die zunächst nicht problematisch aussehen, dann aber schnell zu einem Problem werden können.

Strukturelle Kopplungen führen immer zu Irritationspotential. Wenn die Organisation also ihre Kompetenzbereiche immer weiter ausdifferenziert, dann müssen diese Kompetenzbereiche natürlich auch immer irgendwie voneinander wissen: Was eben ansteht, was der oder ein anderer Kompetenzbereich leistet. Das bedarf dann weiterführend der Koordination unter den Bereichen. Es ist also nicht einfach nur so, dass durch zusätzliche Verantwortungsbereiche Kompetenz aufgebaut wird, sondern zur gleichen Zeit immer auch Inkompetenz mitläuft, die behandelt werden muss. Verweisungsstrukturen zwischen den Bereichen müssen aufgebaut werden, damit die verschiedenen Bereiche miteinander kommunizieren können, ohne genau wissen zu müssen, was der andere Bereich eigentlich genau macht: Er ist halt für dieses oder jenes da. Die auszubildenden Verweisungsstrukturen führen zu Irritationen, die unter Umständen die Effizienz einer Organisation mildern, da sie immer mehr mit sich selbst beschäftigt wird, anstatt sich den Aufgaben ihrer Umwelt (Kunden, Zulieferer, Material etc.) widmen zu können.

Reagieren Sie jetzt! Kontakt zu uns aufnehmen