Illustration

Grundkurs: Photoshop

Wolken

von Dirk Metzmacher

Der Renderfilter »Wolken« erzeugt ein Muster nach dem Zufallsprinzip, wobei die Vorder- und Hintergrundfarbe als Grundlage dient. Zahlreiche natürliche Strukturen können Sie hierüber gestalten. Von einer Steintextur, über Blitze bis hin zur realistischen Wasserstruktur ist einiges möglich.

Renderfilter

1. Weiche Wolken

Dieser Filter erzeugt Wolkenmuster nach dem Zufallsprinzip. Die einzige Einstellungsoption, die Sie hierbei haben, sind die Vordergrund- und Hintergrundfarben. Darüber steuern Sie die Mischung in der Farbe, nicht aber in der Struktur. Bei jeder Anwendung wird Photoshop ein anderes Ergebnis erzeugen. Einzig ein stärkeres Wolkenmuster wäre möglich, wenn Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS) den Filter anwenden. Immer überdeck das Ergebnis auf der aktiven Ebene die vorherigen Inhalte. (siehe auch Differenz-Wolken)

Ein Ergebnis des Wolkenfilters
Ein Ergebnis des Wolkenfilters

Kreative Anwendung: Steintextur

1. Grundlage

Über »Datei ↔ Neu« öffnen Sie ein Dokument mit etwa 700 x 500 Pixel und setzen den Hintergrundinhalt auf »Transparent«. Wichtig ist, dass der Farbmodus auf »RGB« steht. Ein Blick in die Ebenenpalette zeigt, dass die »Ebene 1« automatisch generiert wurde. Diese muss für die weiteren Schritte in ein so genanntes »Smart Objekt« umgewandelt werden. Ein Klick auf »Filter ↔ Für Smartfilter konvertieren« reicht dazu aus.

Drücken Sie den Buchstaben »D« auf der Tastatur für die Farben Schwarz und Weiß und wenden Sie den »Filter ↔ Renderfilter ↔ Wolken« an. Der »Ebene 1« wurde ein Eintrag mit einer Maskenminiatur für Filtereffekte und der Name des Smartfilters zugeordnet.

Die Ebenenansicht
Die Ebenenansicht

2. Kanalarbeiten

In der Ebenenpalette wählen Sie den Reiter für die Kanäleansicht an und klicken unten rechts auf den Button »Neuen Kanal erstellen«. Der Kanal »Alpha 1« wurde den anderen Kanälen hinzugefügt. Den Namen des neuen Kanals ändern Sie auf »Differenz-Wolken« ab. Ein Doppelklick auf »Alpha 1«, das Eintippen über die Tastatur und das Bestätigen mit der Enter-Taste reichen dazu aus.

Dreimal wird nun der »Filter ↔ Renderfilter ↔ Differenz-Wolken« angewendet, um neben der Wolken- noch eine weitere Struktur zu generieren. Die schwarze Fläche verwandelt sich in eine marmorähnliche Oberfläche.

Der Kanal «Differenz-Wolken«
Der Kanal «Differenz-Wolken«

3. Steintextur

Zurück in der Ebenenpalette aktivieren Sie die Ebene 1 mit einem Klick auf den Ebenennamen, so dass die Ebene blau hinterlegt ist. Der »Filter ↔ Renderfilter ↔ Beleuchtungseffekte«, der mit den Einstellungen Intensität: 35, Fokus: 100, Glanz: -100, Material 100, Belichtung: 0 und Umgebung: 0 sowie dem Relief-Kanal Differenz-Wolken und Höhe: 100 verwendet wird, sorgt für eine Steintextur. Das Licht stellen Sie so ein, dass es von oben links auf das Dokuemnt scheint und möglichst das gesamte Dokument aufhellt.

Einfache Steintextur
Einfache Steintextur

4. Gefärbt und geschärft

Leider können bei Ebenen, die in ein Smart Onjekt umgewandelt wurde, die Anpassungen nicht direkt eingesetzt werden. Der größte Teil steht jedoch als Einstellungsebene zur Verfügung. Um etwa die Steintextur dezent zu kolorieren klicken Sie auf »Ebene ↔ Neue Einstellungsebene ↔ Farbton/Sättigung« und OK, um dann Färben abzuhaken.

Der Farbton wird auf etwa 50 und die Sättigung auf 10 eingestellt. Nach dem Färben aktivieren Sie die »Einstellungsebene ↔ Gradationskurven« mit der Vorgabe »Mittlerer Kontrast«. Wer mag, kann der »Ebene 1« noch den Smartfilter »Unscharf maskieren« mit Stärke: 500% und Radius: 0,2 Pixel zuordnen.

Ergebnis des Tutorials
Ergebnis des Tutorials

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